Berghotel Schynige Platte

Wandern

Wandern

Schynige nach First

Wanderweg Nr. 62, Dauer: 6 Stunden und 10 Minuten

Niveau: Mittel
Distanz: 15.97 km
Anstieg: 905 Höhenmeter
Abstieg: 722 Meter

Schynige Platte – First

Sechs Perlen in sechs Stunden: Die Höhenwanderung von der Schynige Platte nach First (oder umgekehrt) muss man einmal im Leben gemacht haben. Die ersten zwei Perlen glänzen gleich bei der Endstation der Schynige Platte-Bahn: Die Flora auf den Matten ist beinahe so vielfältig wie die Blumen im Alpengarten. Nach dem Loucherhorn trifft man auf Perle drei, die wilde Karstlandschaft im Gebiet Güw. Perle vier: der Sägistalsee funkelt tief unten. Die grösste Perle wartet jedoch auf dem Faulhorn. Die Sicht von dort oben übersteigt alle Erwartungen: der Brienzersee auf der einen Seite, die überwältigende Kulisse des Jungfraumassivs auf der anderen Seite. Weiter unten kündigt sich bereits Perle sechs an: der Bachalpsee, der als «blaues Juwel» der Berner Alpen jeden begeistert.

Beschreibung

Diese traumhafte Tagestour startet bei der Bergstation der Schynige Platte-Bahn, führt an den Alphütten von Oberberg vorbei zum Westhang des Loucherhorns. Von spröder Kargheit ist die Vegetation in der Karstlandschaft des Gebiets Güw. Über die Egg geht es in sanftem Aufstieg der Flanke der Sägissa entlang, weiter unten schimmert der kleine Sägistalsee.

Der Weg verläuft weiter am Berghaus Männdlenen vorbei, stetig aufsteigend zur Fulegg und schliesslich auf dem Südhang der Faulhorn-Kuppe auf den Gipfel des Faulhorns. Als Belohnung bietet sich ein grandioser Rundblick. Das Faulhorn wurde im 19. Jahrhundert als «Damengipfel» bezeichnet, weil es keine alpinistischen Schwierigkeiten bietet.

Sein Name hat jedoch nichts mit der Faulheit zu tun (der Aufstieg ist nämlich trotz allem recht anstrengend), sondern er geht auf die lockeren Gesteinsschichten aus Mergel und Schiefer («Fulen») zurück, aus denen der Berg besteht. Der Abstieg führt auf recht steilem, aber gut ausgebauten Weg über den Gassenboden an den Bachalpsee und von dort mehr oder weniger auf ebenem Gelände zur Bergstation der Gondelbahn Grindelwald-First.

Betriebsdaten

Schynige Platte-Bahn
30. Mai bis 27. Oktober 2019
Die Bahn fährt alle 40 Minuten ab Bahnhof Wilderswil.
Letzte Talfahrt ab Schynige Platte um 17.53 Uhr.

Firstbahn
24. November 2018 durchgehend bis 27. Oktober 2019
Letzte Talfahrt bis 30 Minuten nach der angegebenen Zeit möglich.

Wilderswil nach Schynige

Wanderweg Nr. 57/58, Dauer: circa 4.5 Std

Niveau: Mittel
Distanz: 7.4 km
Anstieg: 1384 Höhenmeter
Abstieg: 1 Meter
Wilderswil – Breitlauenen

Start der Wanderung ist beim Bahnhof Wilderswil und führt bis auf die Zwischenstation der Schynige Platte. Ab Wilderswil steigt der Weg, mit einer zünftigen Neigung, durch den grösstenteils schattenspendenden Bergwald bis Breitlauenen. Der Aufstieg ist insbesondere deshalb reizvoll, weil man den Laubwald im Talboden bis hin zur bunten alpinen Flora und entsprechender Tierwelt in verschiedensten Höhenlagen erleben kann. Aussicht auf ein Gemälde; Die Wanderung zur Breitlauenenalp wird mit der Rundsicht am Zielort gekrönt.

Die Zwischenstation Breitlauenen befindet sich am Nordhang der langgezogenen Faulhornkette. Wie ein Aussichtsbalkon liegt sie hoch über der Schwemmebene des Bödeli mit dem Zentrum Interlaken. Rechts und links greifen die fjordartigen Arme des Brienzer- und Thunersees aus, dahinter ragen wuchtig die Voralpengipfel von Brienzer-Rothorn, Augstmatthorn und dem Niederhorn auf. Der Künstler Ferdinand Hodler hat hier mehrere berühmte Gemälde wie «Der Brienzersee von Breitlauenen aus» geschaffen.

Breitlauenen – Schynige Platte

Bei der Station Breitlauenen, von der man einen wunderbaren Ausblick auf Brienzer- und Thunersee, die Voralpengipfel von Brienzer-Rothorn, Augstmatthorn, Hohgant sowie das Niederhorn hat, zweigt die Wanderroute von der Bahnlinie hangwärts in den Wald ab und führt danach als gut ausgebauter Kiesweg stetig aufwärts. Abwechlungsreiche Natur; Das erste Drittel der Strecke verläuft im angenehmen Schatten des Mischwaldes.

Zwischendurch zeigen sich bereits schöne Ausblicke auf den Brienzersee und auf das flache Siedlungsgebiet zwischen Thuner- und Brienzersee, das Bödeli. Alsbald lichtet sich der Wald und der Weg quert einige steile Gräben; das Trassee ist mit einer Schranke gesichert. Die Sicht weitet sich zusehends auf das ganze Lauterbrunnen-Tal. Im breiten Geländekessel der Alp Bigelti gewinnt man parallel zum Geleise der Schynige Platte-Bahn weiter an Höhe und erreicht schliesslich nach einem letzten Schwenker den Zielpunkt, die Schynige Platte. Inspirierende Rundumsicht; Der Panoramablick, der sich hier bietet, ist überwältigend: Gegen Osten zeigt sich das Tal der Schwarzen Lütschine mit Grindelwald, gegen Süden das Tal der Weissen Lütschine mit Lauterbrunnen im Talgrund und dem kleinen Dorf Isenfluh auf der vorgelagerten Geländestufe.

Dazwischen erstreckt sich hinter der grünen Kuppe des Männlichen das majestätische Dreigestirn von Eiger, Mönch und Jungfrau in der ganzen Pracht. Ferdinand Hodler hat diese faszinierenden Perspektiven der grandiosen Eis- und Felsriesen in mehreren wundervollen Gemälden verewigt.

Saison

Ende Mai bis Mitte Oktober
Die Strecke ist das ganze Jahr über geöffnet.

Panorama und Naturkino

Dauer: circa 0.5 – 2.5 Std.

Niveau: Einfach
Distanz: 2.0 km
Alpengarten

Im Laufe des Sommers kann die gesamte Fülle der Schweizer Alpenflora, rund 600 verschiedene Arten, im Alpengarten bewundert werden. Die Vegetation und die Blütezeiten sind stark abhängig von äusseren Einflüssen.
Aus diesem Grund geben wir ungefähre Fristen für die Blütezeiten der ausgewählten Pflanzenarten in unserem blühenden Kalender an. Die höchste Wahrscheinlichkeit eine Pflanzenart in der Blüte zu bestaunen liegt in der Mitte der angegebenen Blütezeit.

Naturkino

Aus welcher Perspektive sehen Eiger, Mönch und Jungfrau am eindrücklichsten aus? Auf der Schynige Platte macht sich jeder Gast seinen eigenen Film: Von Juni bis Oktober steht den Gästen das Naturkino offen, ein Rundweg auf über 2000 Meter über Meereshöhe oberhalb der Bahnstation Schynige Platte. Unterwegs rahmen Holzstelen mit Guckloch die Aussicht immer wieder anders. Ganz grosses Kino sind die zwei riesigen Bilderrahmen: Man kann auf ihrer unteren Leiste sitzen und sich mit dem Dreigestirn im Hintergrund fotografieren (lassen). Kino gibt’s auch für die Ohren. Man nehme auf einem der hölzernen, gewölbten Wohlfühlbänke Platz, schliesse die Augen und geniesse die heimische Filmmusik: die Rufe der Alpendohlen und das Rauschen der Tannen.

Betriebsdaten

Schynige Platte-Bahn
30. Mai bis 27. Oktober 2019
Die Bahn fährt alle 40 Minuten ab Bahnhof Wilderswil.
Letzte Talfahrt ab Schynige Platte um 17.53 Uhr.